Auf dieser etwas längereren Seite finden Sie:
Einige Worte über unser persönliches Verhältnis
zu Japan
Reisetips
Lektürehinweise
Meine liebsten Japan-Links
Also zunächst: Einige Worte über unser persönliches
Verhältnis zu Japan
Japan spielt für
meine Frau, Yoshie Stuckenschmidt-Hara, und für mich, Dierk Stuckenschmidt,
eine große Rolle. Meine Frau ist Japanerin und hat natürlich den
größten Teil ihres Lebens in Japan verbracht (15 Jahre aber hat
sie inzwischen auch schon in Deutschland gelebt). Für mich selbst ist
Japan nach fast 14 dort verbrachten Lebensjahren und nach einer längeren
Inlandsberufstätigkeit mit Japanbezug meine zweite Heimat geworden. Ich
lebe in Deutschland von der Sehnsucht nach Japan; und in Japan hatte
ich immer auch Sehnsucht nach Deutschland. Allmählich habe ich
gelernt, überhaupt fremden Ländern mit dieser Sehnsucht zu begegnen.
Ich glaube daran, daß es wichtig ist, anderen Ländern und ihren
Menschen sehnsüchtig gegenüberzustehen. So notwendig Faktenwissen
und die Fähigkeit zu nüchterner Beurteilung auch in dieser Hinsicht
sind, so wenig wird man allein mit ihnen der schwierigen Aufgabe gerecht,
die in unserer Zeit der Globalisierung benötigten Brücken in die
Fremde zu schlagen. Japan ist nach wie vor eines der fremdesten Länder,
und es braucht unsere Sehnsucht durchaus. Meine Homepage soll in diesem Sinne
einen Beitrag leisten.
Was ist das Besondere an Japan? Da sind natürlich zuerst die Japaner selbst. Sie sind ihren persönlichen Gästen, aber auch allgemein europäischen Fremden gegenüber außerordentlich entgegenkommend. Es mag sein, daß man vergleichbare Gastfreundschaft auch in manchen anderen Ländern der Welt findet; sicher ist aber leider, daß Deutschland nicht zu ihnen gehört. Und so ist jede Reise nach Japan für uns hierin unverwöhnte Deutsche ein großes Erlebnis. Hinzu kommt, daß Japaner nicht nur in diesem Aspekt menschlichen Verhaltens weiter entwickelt sind als wir, sondern überhaupt auch in vielen anderen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Innerhalb ihrer Familien, im Kollegenkreis, auch in den Dorfgemeinschaften (oder in Wohnviertelgemeinschaften großer Städte) trifft man stärker als bei uns auf ein Klima warmer Geborgenheit. Außerhalb, also im täglichen Leben der Städte, wo die persönliche Note schwächer sein muß, ist immerhin die sprichwörtliche japanische Höflichkeit zu beobachten - und als deren praktische Fortsetzung das allgemeine Bemühen um Korrektheit in der Durchführung der öffentlichen Abläufe. Damit meine ich die Pünktlichkeit des Einzelnen bei Verabredungen wie auch die der öffentlichen Verkehrsmittel. Für uns Deutsche ist es heute wie in einem Märchen aus alten Zeiten, wenn wir unser Sprichwort "Pünktlich wie die Eisenbahn" bei jedem Abschnitt einer Japanreise bestätigt finden, und wenn unser Zug sogar zentimetergenau da hält, wo wir die Tür des für uns reservierten Abteils erwarten.
Dabei will ich gar nicht verschweigen, daß der Lernprozeß, den jeder Japaner bis zum Beherrschen dieses hohen Standes seiner Gesellschaftskultur durchlaufen hat, auch Eigenarten erzeugt haben kann, die uns staunenden Deutschen bei längerem Leben in Japan den Zugang zum dortigen Denken und Fühlen gelegentlich schwer machen. Zumindest braucht es Zeit der Eingewöhnung, bis man eine genügend große Fähigkeit zur Überbrückung von Mißverständnissen entwickelt hat. Ich will das an dieser Stelle nicht eingehender zu erklären versuchen. Vielleicht hilft es weiter, wenn ich besonders Interessierte auf mein Buch "Japan mit der Seele suchen" hinweise, das 1988 im Scherz-Verlag erschienen ist. Es ist inzwischen vergriffen, dürfte aber in manchen Bibliotheken einsehbar sein. In ihm habe ich in allgemeinverständlicher Darstellung im Sinn der obigen Hinweise auf das Vorbildhafte der japanischen Kultur aufmerksam zu machen versucht. Den Buchtitel habe ich von Goethes Iphigenie, wo es um das idealisierte "Land der Griechen" ging. Natürlich weiß ich, daß Japan kein reines Paradies ist. Aber ich fände es gut, wenn möglichst viele meiner deutschen Mitmenschen die beispielhaften Alternativen wahrnähmen, die die japanische Kultur und Zivilisation uns bieten.
Nicht jeder kann nach Japan reisen. Doch es gibt inzwischen in fast jeder großen deutschen Stadt eine Deutsch-Japanische Gesellschaft (die fast vollständige Liste finden Sie in dem hier folgenden Link zum Dachverband der Deutsch-Japanischen Gesellschaften), und dort ist es leicht, mit anderen Japan-Interessierten zusammenzutreffen, manchmal sogar mit Japanern. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Bonn, die meine Frau und ich 1976 ins Leben gerufen haben, ist mit fast 400 Mitgliedern (davon etwa 10% Japaner) eine der größten Deutschlands. Eine gute Verbindungsfunktion zu Japan und zu den deutschen Japanfreunden hat auch die Zeitschrift "Japan Magazin", deren Hilfe wir übrigens die zitierte Internet-Seite des Dachverbands verdanken.
Tips für
Japanreisen
Nach Japan zu reisen ist schließlich doch nicht so schwer. Die Flugpreise
sind erträglicher geworden. Trotzdem zögert mancher auch wegen der
Sprachbarriere und würde sich allenfalls einer geleiteten Tour anschließen.
Das kann ich verstehen. Ich selbst habe in früheren Jahren mit organisatorischer
Hilfe der Studien-Kontaktreisen (SKR) Bonn
für die Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaften eine
Reihe von Gruppenreisen geplant und gemeinsam mit meiner Frau geleitet. Inzwischen
bin ich über das Alter hinaus, in dem es mir leicht fiel, diese Aufgabe
auf mich zu nehmen. Aber einen Teil meiner Erfahrungen habe ich durch einen
Reiseführer doch zugänglich gemacht, den ich schon 1976 unter dem
Titel "Reisen und Leben in Japan" im Erdmann-Verlag herausgegeben
habe. Es ist ein Themenreiseführer, der die besonders attraktiven Ziele
hervorheben wollte. Leider ist er erst recht schon lange vergriffen. Vielleicht
finden Sie ihn in einer Bibliothek.
Auf alle Fälle möchte ich aber noch einmal betonen, daß Japan als überaus gut organisiertes Land es einem leicht macht, auch in eigener Initiative genußvoll herumzukommen. Obwohl Planung immer von Vorteil ist, kann man im Prinzip auch einfach so losfahren. An den meisten Bahnhöfen findet man "TICs" (Tourist Information Centers), die auf englisch (oder japanisch) Auskunft und Hilfe bieten: Wann und wo der Zug wohin abfährt, wie man zu dem Tempel Soundso kommt, und vor allem: wo und zu welchem Preis man in der Nacht sein Haupt betten kann. Bei dem letzteren Vorgang kommt als wichtige Dienstleistung die telefonische Anmeldung bei dem Hotel oder Gasthof hinzu, wo man dann, was nicht unwichtig ist, auf den mit japanischen Gewohnheiten möglicherweise ungewandten Ausländer schon vorbereitet ist.
Wichtig ist natürlich zu wissen, wohin man im Lande fahren möchte. Tokyo als moderne und Kyoto als historische Hauptstadt Japans sind ohne jede Frage die wichtigsten Ziele. Aber wohin sonst? Soll man in die wenigen darüber hinaus noch - z.B. durch die Olympischen Winterspiele - bekannten Orte wie Sapporo oder Nagano fahren? Oder nach Seto bei Nagoya, wo die nächste Weltausstellung vorbereitet wird? Das wäre sicher eine etwas einseitige Auswahl. Die Reiseführer (s.u.) geben vielleicht zu viele Tips. Lassen Sie mich die Sache dadurch vereinfachen, daß ich Ihnen meine nach unzähligen eigenen Reisen liebsten Orte in einer Liste vorstelle. Alle, das versichere ich Ihnen, verdienen wie im Baedeker drei ***...
Haupt-Reiseziele
in Japan
Wie Sie gleich sehen werden, sind die ***-Orte keineswegs gleichmäßig
über das Land verteilt. Der Nordosten hat sehr wenige, und die Mitte,
vor allem die Gegend um Kyoto herum, ist überreichlich damit gesegnet.
Das hängt mit der Geschichte Japans zusammen. Der Nordosten, vor allem
die Insel Hokkaido, ist erst in jüngerer Zeit wirklich von Japanern kulturell
erschlossen worden; und die Gegend von Kyoto hat mehr als tausend Jahre lang
als Zentrum gedient. Der Südwesten hat zwar eine noch tiefere Vergangenheit
und ist daher reich an Mythen und an archäologischen Funden; nur muß
man vieles davon mit dem inneren Auge sehen, was einiges Wissen voraussetzt.Daraus
ergibt sich, grob gesagt, daß man bei einer ersten Reise nach Japan
vielleicht gut daran täte, zwei oder drei Tage für Tokyo,
etwa 10 Tage für Kyoto und Umgebung und noch einmal zwei oder
drei Tage für einen Ausflug in den Südwesten einzuplanen. Der arme
Nordosten! Dabei ist auch Hokkaido so schön, und nur da könnte man
mit einem gemieteten Auto oder Motorrad so richtig loslegen... Aber es ergibt
sich, wenn man einmal da war, sehr leicht eine zweite Reise, und da kann man
die Wandertour in den Bergen bei Sapporo nachholen.

Hier also meine perönliche ***-Liste:
Hokkaido: In der Vulkan- und Seeküstenlandschaft kann man herrliche Wanderungen unternehmen (z.B. auf den Akan-Dake bei Kushiro oder auf der Shiretoko-Halbinsel:)
Tohoku
(Nordhonshu): In der vulkanischen Berglandschaft gibt es viele Badeorte mit
heißen Quellen; in den Städten berühmte Shinto-Feste (Matsuri).
Hiraizumi (nördlich von Sendai): Fast nur der Tempel Chuzonji
und die Ausgrabungsfläche des Motsuji erinnern an die einst prächtige
Stadt.
Matsushima (bei Sendai): pittoreske Insellandschaft mit schönen
Badestränden; mitten drin der alte Tempel Zuiganji.
Sado-ga-shima (bei Niigata): einst Verbannungsinsel, heute idyllisch-ruhig
mit vielen Tempelchen.
Dewa-Sanzan (bei Niigata): drei heilige Tempelberge der Shugendo-Sekte
mit Pilgerwegen
Tokyo: Besonders wichtig sind die Zentren der Stadt selbst: Ginza mit den Warenhäusern, Shinjuku mit den Wolkenkratzern, Shibuya/Harajuku und ihre Jugendszene sowie Odaiba mit einem ganz neuen Blick auf die Stadt und die Rainbow-Brücke vom Hafen aus. Außerdem sollte man die historischen Ziele nicht versäumen: das Kaiserpalast-Gelände, den Asakusa-Tempel und den Meiji-Schrein sowie den Ueno-Park mit seinen Museen.
Umgebung
Tokyos (Tagesausflüge):
Nikko: barock-prächtiger Begräbnisschrein des Shoguns Ieyasu
Tokugawa und weitere Schreine und schöne Tempel in herrlicher Berglandschaft.
Kamakura: Hauptstadt Japans im 13. Jahrhundert mit Tempeln aus dieser
Zeit: schöne Spaziergänge, auch am Meer.
Fuji/Hakone: an den beiden großen Vulkanbergen viele heiße
Quellen in herrlicher Landschaft (auch etliche gute Museen.).
Mittel-Honshu
(nördlich von Nagoya): Hier dominieren die "Japanischen Alpen"
mit guten Wandermöglichkeiten.
Inuyama: schöne kleine Burg am "Japanischen Rhein";
Freilichtmuseum Meijimura
Takayama: eine von Kriegen verschonte alte Stadt mit vielen Tempeln
und einem Bauernhaus-Freilichtmuseum.
Tsumago/Magome: zwei alte Poststationen in den Bergen.
Kanazawa: eine Großstadt mit zahlreichen Monumenten der Edo-Zeit
und vor allem dem sehr schönen Landschaftsgarten Kenrokuen.
Eiheiji (südlich von Kanazawa): sehr sehenswerter Haupttempel
der Soto-Zen-Sekte
Kyoto (Stadtgebiet):
Kiyomizu-Tempel: der schönstgelegene, sehr volksnahe Tempel mit
lebhafter Tempelvorstadt.
Sanjusangendo: Tempel mit 1000 Kannonfiguren und Bogenschießtradition.
Nishi-Honganji: Tempel mit großartigen Kunstschätzen (Besuchserlaubnis
erforderlich, aber leicht erhältlich).
Nijo-Schloß: Hauptbeispiel der Baukunst der frühen Edozeit.
Kinkakuji: Tempel des Goldenen Teehauses.
Ginkakuji: Tempel des Silbernen Teehauses.
Ryoanji: schönster Zentempel mit berühmtem Steingarten.
Tenryuji: Zentempel mit schönem Garten in Arashiyama.
Daitokuji: Zentempel-Komplex mit mehreren sehr schönen Untertempeln;
vegetarisches Mönchsessen!
Kaiserpalast Gosho: eindrucksvoll, wenn auch künstlerisch schwächer
als die beiden folgenden Bauten im kaiserlichen Besitz:
Kaiservilla Shugakuin Rikyu: Variationen verschiedener Stile der Gartenarchitektur.
Kaiservilla Katsura Rikyu: das Meisterwerk japanischer Gartenarchtektur.
(Die drei kaiserlichen Besitze sind nur auf schriftlichen Antrag und, vor
allem die letzteren beiden, in streng geregelter Führung zugänglich.)
Saihoji (auch Kokedera, "Moostempel"): Tempel mit wunderschönem
Moosgarten, der nur auf schriftlichen Antrag gegen eine Spende und bei Bereitschaft
zu aktiver Meditation besucht werden kann.
Spaziergänge in Kyoto: Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen
dicht beieinander am östlichen und nördlichen Stadtrand, so
daß dort manche Spaziergänge empfohlen werden können: der
schönste ist der vom Kiyomizu-Tempel bis zum Ginkakuji (oder Teile davon);
vom Tenryu-ji aus spaziert es sich leicht in das Berggebiet von Sagano mit
zahlreichen Tempelchen; hiermit läßt sich eine sehr reizvolle Bootsfahrt
durch die Stromschnellen des Hozu-gawa von Kameoka bis Arashiyama verbinden.
Kyoto (nähere Umgebung):
Enryakuji: Tempelgruppe auf dem Berggipfel des Hieizan, Hauptsitz des
Tendai-Buddhismus.
Miidera: Tempel in Otsu mit weitem Blick über den Biwa-See.
Ishiyama-dera: Tempel in Otsu am Biwa-See.
Fushimi-Inari: Shinto-Schrein am südlichen Stadtrand Kyotos.
Sanzen-in; Tempel in Ohara im Nordosten Kyotos.
Jakkoin: kleiner Nonnentempel in der Nähe des Sanzen-in.
Kyoto (weitere Umgebung,
Tagesausflüge):
in Uji: Byodoin (Phoenix-Tempel)
in Nara (ehemalige Hauptstadt): Todaiji
: Tempel des Großen Buddha
Kasuga-Schrein: Heiligtum der Fujiwara-Familie (beide liegen im weitläufigen
Hirschpark im Osten der Stadt)
Toshodaiji: Tempel des Mönchs Ganjin.
Yakushiji: Tempel des Heilenden Buddha mit zwei Pagoden (beide liegen
nah beieinander im Westen der Stadt).
Horyuji: ältester Tempel Japans (im Süden der Stadt).
südlich von Nara: Murooji: sehr schöner
kleiner Bergtempel.
Hasedera: sehr schöner Bergtempel mit Laubengang im Garten.
In dieser Gegend gibt es wieder einen sehr schönen Spazierweg abseits
der heutigen Verkehrsstraßen entlang Tempeln, Schreinen und Hügelgräbern:
den Yamanobe-no-michi von Tenri (Beginn am Isonokami-Schrein) bis zum
Miwa-Schrein (kurz vor dem Hasedera.)
Von Kyoto aus mit einer Übernachtung
zu erreichende wichtige Ziele sind:
das Asuka-Gebiet, in dem es vor der Narazeit mehrere Regierungsorte
gab, das deshalb heute zahlreiche Tempelchen und Ausgrabungsfelder in ruhiger,
ländlicher Hügellandschaft besitzt;
das Bergland von Yoshino, einst ebenfalls Regierungssitz und Tor zum
Bergland von Kumano, besonders reizvoll in der Kirschblütenzeit, mit
zahlreichen Tempeln und Schreinen;
der Tempelberg Koya-san, Hauptsitz des Shingon-Buddhismus, mit den
Gräbern des Kobo Daishi und seiner Anhänger in einem mächtigen
Zedernwald;
Kumano-san-zan: die drei Tempel Seigantoji (am Nachi-Wasserfall),
Hongu und Shingu;
Ise, der wichtigste und in seiner Bauform archaischste Shinto-Schrein;
Himeji, die prächtigste und zudem original erhaltene Burg Japans.
Im großen Halbkreis um Kyoto herum gibt es die achthundert Jahre alte
durch 33 Shingon-Tempel definierte Saigoku-Pilgerstrecke. Sie
verbindet die schönsten und schönstgelegenen Tempel miteinander
und ist auch heute noch über das Religiöse hinausgehend vielen Menschen
Anlaß zu Erholung und spirituellem Lebensgenuß. Ich finde sie
eigentlich reizvoller als die ebenfalls noch sehr lebendige 88-Tempel-Pilgerroute
auf der Insel Shikoku. Beide werden von einem Besuch auf dem Koya-san
am Grabe ihres Gründers Kobo-daishi eingeleitet.
West-Honshu:
Okayama mit einer Burg und schönem Landschaftsgarten Korakuen;
Kurashiki (Nachbarort von Okayama) mit original erhaltenem Stadviertel
an Kanälen aus der Edo-Zeit und vielen guten Museen;
Hiroshima mit seiner Atombomben-Gedenkstätte und dem nahegelegenen
schönsten Shinto-Schrein: Itsukushima;
Izumo-taisha (in der Nähe von Matsue an der Nordküste): das
neben dem Ise-Schrein historisch wichtigste Shinto-Heiligtum.
Shikoku:
Takamatsu mit dem sehr schönen Landschaftsgarten Ritsurin-koen
und dem nahegelegenen Pilgerschrein Kompira-san.
Die 88-Tempel-Pilgerroute, die die ganze Insel umrundet, habe ich schon
erwähnt.
Kyushu:
Fukuoka: der Dazaifu-Schrein, einst Zentrum der Zweig-Regierung
für diese oft von Invasionen bedrohte Region.
Kumamoto: Burg und Suizenji-Landschaftsgarten; zwei Autostunden
entfernt liegt der riesige Aso-Vulkan.
Usa-Hachimangu ist ein schöner Schrein in den Bergen im Nordosten
der Insel.
Als Zugabe: meine liebsten Töpferorte:
Mashiko (nördlich von Tokyo) mit einer volkstümlich-glasierten
Keramik, die von Shoji Hamada und seinem Freund Bernard Leach, also unter
englischem Einfluß, vor 80 Jahren geschaffen wurde.
Seto und das Mino-Gebiet (nördlich von Nagoya) mit koreanisch
beeinflußtem und industriell weiterentwickeltem Stil sowie der Shino/Oribe-Enklave
bei etlichen Tee-Töpfern.
Tokoname (südlich von Nagoya) mit einer heute oft überfeinerten
Behandlung leichter brauner, unglasieter Steinzeugware.
Shigaraki (östlich von Kyoto) mit einer vom feldspathaltigen,
groben Ton beeinflußten Wildheit.
Tamba (Tachikui, westlich von Kyoto) mit rustikaler brauner, unglasierter
Ware.
Bizen (bei Okayama) ebenfalls mit rustikaler, brauner, unglasierter
Steinzeugware, aber raffinierter (und teurer).
Hagi (ein sehr schöner Ort im äußersten Westen von
Honshu): milchig-hell glasiertes Steinzeug in koreanischer Tradition.
Arita (im Norwesten Kyushus) mit der umfassendsten Tradition künsterischer
Porzellane.
Ob diese Vorschläge wohl jemanden interessieren? Ich würde mich über ein Echo, ja über Ergänzungen und Korrekturen sehr freuen. Schließlich hat nicht jeder Reisende dieselben Objekte vor Augen, wenn er seine *** Drei Sterne *** vergibt, und vielleicht habe ich doch noch nicht alles gesehen?
Lektürehinweise: Reiseführer
Japanisch zu lesen, fällt mir auch nach so vielen Jahren im Lande
nicht leicht. Glücklicherweise erhalte ich von meiner Frau manchmal Lesehilfe
aus japanischen Reisebüchern. Trotzdem benutze ich viele verschiedene
europäische Reiseführer lieber; von den etwa 100, die ich besitze,
sind mir zur Zeit die folgenden beiden immer nah zur Hand:
June Kinoshita, Nicholas Palevsky: Gateway to Japan, 3rd Ed., Kodansha
International, Tokyo, New York, London 1998
Knaurs Kulturführer Japan, Droemer Knaur, München 1989
Etwas
zum Einstimmen (Eine sehr subjektive Auswahl ausschließlich
deutscher Textausgaben, Bücher, die ich so aus meinem Regal ziehen würde,
wenn mich ein Freund vor seiner ersten Japanreise fragte, was er denn außer
Sachbüchern noch vorher oder unterwegs lesen sollte. -Wer hilft mir,
sie zu ergänzen?)
Murasaki Shikibu: Die Geschichte vom Prinzen Genji (z.B. in der Übersetzung
von Oskar Benl, Manesse, Zürich 1966)
Abe Kobo: Der Schachtelmann (Übersetzung von Jürgen Stalph,
Eichborn, Frankfurt 1992)
Thomas Raucat: Die ehrenwerte Landpartie (Übersetzung von Trude
Fein, Manesse, Zürich 1972)
Matsuo Basho: Auf schmalen Pfaden durchs Hinterland (Übersetzung
von G. S. Dombrandy, Dieterich, Mainz 1985)
Oliver Statler: Das Gasthaus am Tokaido (Übersetzung von Roger
Goepper, Rowohlt, Reinbek 1963)
Kawabata Yasunari: Kyoto oder Die jungen Liebenden in der alten Kaiserstadt
(Übersetzung von Walter Donat, Rowohlt, Reinbek 1969)
Eiji Yoshikawa: Musashi (Übersetzung von Werner Peterich, Droemer
Knaur, München 1984)
Meine
liebsten Japan-Links:
Deutschsprachige Links:
www.japan-guide.com/d-inex.hts
www.japanlink.de
http://160.29.11.14/~oubei/mandel/lektoren/index.htm
Dies ist eine besondere Homepage: Sie führt zu Dr. Michael Mandelartz
in Morioka und zu den etwa 200 Deutschlektoren an den japanischen Universitäten.
www2.gol.com/users/oagtokyo/
Dieser letztgenannte
Link ist mir besonders nah, weil ich selbst Mitglied der OAG (der Deutschen
Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens Tokyo) bin.
Für die Leser meiner (Anfänger-) Homepage ist er aber deswegen vor
allem wichtig, weil die OAG-Homepage von einem vorbildlichen Homepage-Experten,
Konrad Muschg, betreut wird und mit ihren Links (u.a. zum Deutschen
Institut für Japanstudien, zu Radion Japan, zur Japan Foundation,
zu The Japanese Studies Network, zu Japan Economic Information -
Wirtschaftsbezogene Informationen zu Japan der Universität Duisburg)
einen sehr guten Einstieg in das deutsch- und englischsprachige Japannetz
bietet.
Echt japanische, aber englischsprachige
Links:
www.japantimes.co.jp
www.dnp.co.jp/museum/icc-e.html
Japanische und tatsächlich japanischsprachige Links:
www.mainichi.co.jp
www.asahi.com/
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